Samstag, 28. Mai 2011

Das Festland hat uns wieder!

Nach 4 Tagen auf Ko Phi Phi sind wir heute in der Hafenstadt Krabi angekommen und können endlich wieder auf kostenloses Internet zugreifen. Doch zuerst einmal ein Rückblick:
Dienstag Abend haben wir die Straßen von Phuket's Patong Beach noch einmal unsicher gemacht und waren bis auf die Preise und einige Abartigkeiten doch recht positiv überrascht, was man in der Nebensaison auf Thailand's Ballermann erleben kann. Es gab Livemusik, einen echten Thai-Markt, ein hypermodernes Einkaufszentrum, den Strand bei Nacht und natürlich das knallbunte Partyleben der westlichen "Zivilisation" auf süd-ost-asiatisch.

Den Bootstrip zu den Phi Phi Inseln hatten wir bereits gebucht und am Mittwoch schipperten wir übers Meer.
Da nur eine der beiden Inseln dieser Inselgruppe bevölkert ist, suchten wir dort nach einem Hotel und ließen uns zu einer kostenlosen Fahrt an die abgelegene Rantee Bay überreden. Der Bungalowpreis war relativ günstig, zumindest im Vergleich zu den restlichen Resorts auf der beliebtesten Insel in der Adamanensee.


Vor Ort wurde uns schnell bewusst, dass unser Backpacking light, also die Luxusvariante des Rucksacktourismus, hier ein jehes Ende fand.
Zum ersten Mal in Thailand sollten wir ohne die mittlerweile geliebte Air Condition auskommen. Die Bungalows...nein Hütten, hatten Löcher und Risse, so dass allerlei Getier als Mitbewohner zu verzeichnen war. Und der freundliche Thai von der Rezeption teilte uns mit, dass das Licht dann ab 18:00 Uhr funktioniert, wenn der Generator eingeschalten wird und bis früh um 8 durch tuckert.
Dafür bekamen wir einen abgelegenen, traumhaften Strand fast für uns allein. Nur die Longtailboote röhrten im regelmäßigen Takt vorbei und vor der Küste setzten große Touristenschiffe ihre Schnorchler aus, um sie 20 Minuten später wieder einzusammeln.
Bevor die Nacht hereinbrach, machten wir uns auf den Weg, um den Aussichtspunkt zu erkunden, den unser Reiseführer Lonely Planet empfohlen hatte. In diesem Buch stand leider nicht, dass dieser "Weg" in Deutschland bereits als Klettersteig geführt werden würde.
In Flip-Flops und Strandkleidung kamen wir nach 20 Minuten straffen Bergsteigens durch den Dschungel, schweißgebadet und moskitogeplagt, endlich am Gipfel an.
Sandra schickte eine Gruppe deutsche Touristen noch ganz zuversichtlich den Weg nach unten, bevor ihr auffiel, dass einer der Wanderer 2 riesige Koffer schleppte. Sie bezahlte ihre Zuversicht mit einem schlechten Gewissen und bekam "zur Strafe" 29 Moskitostiche auf dem Rücken - Der Kofferträger stürzte und bekam später vom Inselarzt 10 Stiche ins Knie, wie er uns am Abend mitteilte.
Folgendes Bild entstand am Aussichtspunkt.


Der Abend am Strand von Rantee war überraschend abwechslungsreich, da wir uns zu einer Gruppe Backpacker setzten und uns die Betreiber mit Musik, Cocktails und Feuershow unterhielten.
Doch dann kam die Nacht...
Die Kakerlake hatte ich noch eben zertreten, bevor es unter das löchrige Moskitonetz ging und der Ventilator drehte klackernd seine Runden um uns warme Luft zu zuwedeln. Es gab wenig Schlaf und wieder wurden ein paar Moskitos durch uns ernährt.
Also schipperten wir am nächsten Morgen mit dem Longtailboot zum Hafen von Tonsai Village, um das nächste Hotel auszuprobieren. Der Weg vom Pier zum Long Beach gestaltete sich länger, schwieriger und vor allem heißer als angenommen und meine sonst sehr nette Reisebegleiterin ließ ihre sinkende Stimmung zuerst an den vielen Thai-Promotoren und dann an mir aus.


Das Paradies Pearl jedoch, hielt was der Name versprach, wenn auch zum doppelten Preis. Die Air Condition surrte und mit den sinkenden Zimmertemperaturen stieg die Stimmung von Sandra.


Neidisch?

Gestern starteten wir sehr früh zum Standardtrip mit dem Boot zu den Schnorchelpunkten der Phi Phi Inseln und dem Highlight: Maya Bay auf der kleineren der beiden Inseln. Bekannt aus dem Film "The Beach" ist dieses bezaubernde Stück Erde leider völlig überlaufen und scheinbar steht der Strand kurz vor der Bevölkerung, da neue Hütten errichtet wurden.
Mit Schnorchel und Tauchermaske ausgestattet schickten wir die Samsung Kamera zum Tauchgang, von dem sie leider ohne Fotos zurückkam und seitdem den Dienst komplett verweigert. (Anm. von Sandra: Sorry Vati!)
Viele Fische, Kajaktouren und einen atemberaubenden Sonnenuntergang später ließen wir den Tag in den Bars von Tonsai ausklingen.

Nach einem weiteren Strandvormittag sind wir nach 2 stündiger Überfahrt nun wieder auf thailändischem Festland, in Krabi angekommen.

Hier ist alles deutlich günstiger und wir werden die letzten Tage, bis zur Reise nach Bangkok, hier verbringen.

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