Unser Fahrer war perfekt angepasst an die hießigen Verkehrsverhältnisse und wechselte fröhlich die Spuren, sofern überhaupt vorhanden. Nach einer Stunde waren wir am Ziel und das Touristenprogramm begann:Zuerst auf dem Rücken, oder eher einem Metallgestell auf dem Rücken, eines Elefanten eine kleine Runde den Berg hinauf, hinunter, drum herum und durch den Fluß. Wir waren geplättet, welche Steigung die Tiere ganz sicher bewältigten und mir ist nun klar wie Hannibal die Alpen bezwang.
Nach dem wir abgeladen waren, durften wir noch die typischen Fotos mit den Elefanten schießen und mit den beiden Babydickhäuter spielen.
Authentisch war es nicht, aber die Tiere wirkten nicht gequält oder unglücklich und auf dem Rückweg sahen wir sie ohne die Metallgestelle friedlich pausieren.
Für uns ging es auf einem Bambusfloß den Fluß hinab bis zu einer kleinen Verkaufsstation, die wenig Interessantes anbot. Die Floße wurden währenddessen ausseinander gebaut und für die nächste Gruppe im Truck den Fluß entlang nach oben gefahren.
Die dritte Station war die Mittagsrast, die überraschenderweise Kartoffeln bereithielt. Die hab ich in den Städten bisher nirgends gesehen und ich bin mir nicht sicher, ob sie in diesem Klima überhaupt anbaubar ist?!
Der gefüllte Terminplan des Guide wieß uns auf den nächsten Teil, die Wanderung durch den Dschungel, hin. Während wir anfangs noch das Gefühl hatten, einen sterilen Wanderweg, eingezäunt und abgesichert vor dem wahren Dschungel, zu passieren, wurde unser Wunsch nach echter Natur nach 20 Minuten Fußmarsch erfüllt.Erst endete der Weg und wir betraten einen mehr oder weniger erkenntlichen Pfad und schnell ging es über Steine, Holzlatten, Lehmtreppen und vorbei an allerlei Flora. Der Guide erklärte immer wieder die Früchte und den Reisanbau in der Gegend und kam sogar kurz auf das Thema Wahlen zu sprechen.
Der Spaziergang endete an einem Wasserfall, dessen Becken uns zur Erfrischung diente. Leider war die Mehrheit unserer Gruppe nicht bereit sich dafür nass zu machen.
Sandra und ich hatten noch immer nasse Hosen vom Rafting und waren gleich die ersten im Wasser!
Die abschließende Tour in ein Dorf der burmesischen Karen, welche in den Bergen Thailands leben, war weniger interessant, da wir außer einer gestellten Weberin nichts vom echten Leben dieser Menschen zu sehen bekamen.
Die wenigen echten Eindrücke ließen auch diese Leute sehr modern wirken, da sie in Nike-Schuhen mit Motorrädern durchs Dorf brausten und die Strommasten direkt vor den Häusern standen.
Alles in Allem eine nette Tour die eben zum Standardprogramm beim ersten Thailandbesuch gehört. Ob andere Trekkingtouren authentischer sind, wage ich nach den gelesenen Berichten zu bezweifeln.
Zumindest habe ich ein neues Tier hautnah erlebt und mir bei unserem abendlichen Spaziergang über den Saturday-Market auch gleich ein Mitbringsel gekauft, welches mich an diesen Ritt erinnern wird.
Bei dieser Gelegenheit stellten wir erneut fest, dass man hier bei jedem Einkauf neue wilde Preise für die gleichen Waren hört und den echten Preis vermutlich nie erreichen wird.
Grüße in die Heimat!
bö
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen